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Geburtstagskonzert mit Film- und Musical-Melodien
Musikverein Hundsbach feierte sein 40-jähriges Bestehen / Goldene Ehrennadeln
für Männer der ersten Stunde
Forbach-Hundsbach (gk). Im Oktober 1968
bestimmten die Proteste der
Studentenbewegung die Schlagzeilen in der Bundesrepublik. Auch im Forbacher
Höhenortsteil Hundsbach kam es zu einer „kleinen Revolution“, betonte der
Vorsitzende Martin Schnurr beim Frühjahrskonzert im vollbesetzten Haus des
Gastes. Eine Gruppe von zehn Männern gründete damals unter der Regie von
Dirigent Berthold Bäuerle eine eigene Blasmusikkapelle. „In diesen 40 Jahren hat
sich der Verein kontinuierlich weiterentwickelt und wir können heute sagen, dass
wir mit dem Musikverein Hundsbach auf einem guten Weg sind“, betonte Schnurr.
Die Kapelle sei aus dem kulturellen und kirchlichen Leben in den alten
Ortsteilen nicht mehr wegzudenken.
Auch für den Dirigenten Bernd
Klumpp war das Konzert ein besonderer Auftritt: Vor zehn Jahren hatte das
Hundsbacher Eigengewächs im Alter von gerade einmal 23 Jahren die Leitung der
Kapelle von seinem Lehrer Berthold Bäuerle übernommen. In diesem Zeitraum wurde
die Nachwuchsarbeit ausgebaut, 14 Kinder und
Jugendliche absolvierten mit Erfolg ein Jungmusikerleistungs-abzeichen. Aktuell
besteht die Kapelle aus 28 Aktiven.
Mit dem „Tanz der Vampire“
verwandelte die Kapelle unter der Leitung von Bernd Klumpp das Haus des Gastes
in einen Konzertsaal. Beim „Kaiserwalzer“ von Johann Strauß Sohn wiegten sich
die Zuhörer im Walzer- Rhythmus. Straßenkämpfe zwischen den rivalisierenden
Gangs der „Jets“ und der „Sharks“ thematisierte Leonard Bernstein für sein
weltberühmtes Musical „West Side Story“, wie Moderatorin Sonja Bach ausführte.
Der volkstümliche Part der Blasmusik war mit „Als ich ein kleiner Junge war“
abgedeckt. Einen bunten Melodienstrauß bot auch das Arrangement „The Magic of
Mozart“.
Im Rahmen des
Geburtstagskonzertes wurden auch langjährige aktive Musiker geehrt. Mit Gerold
Wacker und Gerhard Herrmann konnten zwei Männer der ersten Stunde beim MV
Hundsbach geehrt werden. Der Vorsitzende des Blasmusikbezirks Murgtal, der
Gernsbacher Bürgermeister Dieter Knittel, zeichnete die beiden langjährigen
Stützen der Kapelle mit der goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusiker
aus. Gerold Wacker (Bass) ist ein besonders treuer und zuverlässiger Musiker:
„Er hat bei keinem Auftritt gefehlt“, hob der Bezirksvorsitzende in seiner
Laudatio hervor. Gerhard Herrmann spielt nicht nur seit 40 Jahren Posaune,
insgesamt 30 Jahre verwaltete er auch die Kasse des Musikvereins, zudem fungiert
er als Regisseur der Theatergruppe. Beide Geehrten wurden für ihre Verdienste
bereits zum 25-jährigen Vereinsjubiläum zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Bürgermeister-Stellvertreter Albert
Fritz überreichte eine Geburtstagsgabe der Gemeinde Forbach. Für 25 Jahre
Aktivität wurde Walter Klumpp ausgezeichnet. Seit zehn Jahren sind Sarah-Jane
Winkler, Katharina Christe, Ramona Schnurr und Tobias Schnurr in den Reihen der
Hundsbacher Musiker aktiv. Nach der Pause eröffnete der Hundsbacher Nachwuchs
das Programm. Die Bläserklasse besteht derzeit aus neun Zöglingen im Alter von
acht bis zehn Jahren, die nach einer Blockflötenausbildung und der theoretischen
Ausbildung seit einem halben Jahr an den Instrumenten ausgebildet werden. Für
die Musikstücke „Pippi Langstrumpf“ und „Wenn der Elefant in die Disco geht“
ernteten die jungen Hundsbacher viel Applaus.
Mit Filmmusik aus dem Film „Mission
Impossible“ meldete sich danach die Kapelle druckvoll zurück. Die „James Bond
Suite“ beinhaltete einige der bekanntesten Songs der Filmgeschichte wie „Live
and let die“ oder Goldfinger“. Längst Klassiker sind auch die Titel der
erfolgreichsten Popband der Geschichte, den Beatles. Mit dem Gospel „Oh Happy
Day“ sorgte die Kapelle für ein swingendes Finale.

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